Schottland

Rundreise 01.07. -15.07.2018


Hello again, Greatbritain! 

 

Ankunft: Gelandet in Glasgow ... ja, das hätten wir gerne. Die Fluggesellschaft hat ein paar Wochen vor Abreise den Flug gestrichen.

Um nicht alle Mühe umsonst gemacht zu haben, starten wir in Edinburgh. Leider zu späterer Zeit,

so dass wir unsere geplante Route in die Highlands so nicht durchziehen können.

Nach der Ankunft begeben wir uns gleich auf unseren Weg nach Braemar, denn es wird heute Abend lang und spät werden.

Doch kaum zu glauben, wir bekommen die Firth of Forth Bridges noch bei Sonnenuntergang zu sehen.

Etwas mehr als 1 1/2 Jahre später stehe ich an der Railwaybridge

und bekomme sie in ihrem roten „Glanz“ bei Tage zu sehen.

 

 

Doch gleich muss es weiter gehen, es liegen noch über 2 Std Fahrt vor uns - aber wirklich dunkel will es nicht werden.

Autobahnen gibt es auf der Strecke nicht, so werden wir nach Perth auf der Landstraße weiterfahren.

Bei - wenn auch wenig - Dunkelheit wird das ein Spaß, denn um die Zeit sind mehr Vierbeinder auf der Straße unterwegs als Autos.

Punkt Mitternacht sind wir in unserer Unterkunft "Cranford Guest House". 

Strahlender Sonnenschein weckt uns und noch vor dem Frühstück erkunden wir die Umgebung.

Welch tierisches Treiben und welch ungewöhnliche Stille. Wir genießen den sonnigen Morgen ausgiebig.

Nach dem Frühstück geht´s auf Richtung Ballater, ein touristisches Highlight und die Bewohner wissen das zu zeigen

- sind sie doch fast alle „königliche Hoflieferanten“.

 

Von Ballater führt eine Straße zum Loch Muick.

Hier gibt es gleich nach dem Parkplatz bereits Rotwild auf den Weiden zu sehen.

Den ca 12 km langen Rundweg um das Loch nehmen wir auf uns

- es dauert „nur“ 3,5 Std inkl diverser Pausen und Zeit für jede Menge Fotos. 

 

Auf dem Rückweg machen wir einen Stopp am Balmoral Castle,

welches noch heute königliche Sommerresidenz ist.

Die Windsors verbringen hier traditionell ihren Sommerurlaub.

Queen Victoria begann diese Tradition und mietete sich - als Schottland-Fan - in Balmoral Castle ein

bis der Eigentümer verstarb, sie es kurzerhand erwarb und aufwendig umbauen lies.

 

Leider hat es schon geschlossen, von außen ist es gut versteckt durch den umliegenden Wald.

So picknicken wir spontan am kurz davor liegenden River Dee .

 

 

Den Rückweg erweitern wir um die Strecke zum Linn of Dee.

Wasserfälle haben tiefe Schluchten in den Felsen hinterlassen.

Hier ist es sehr touristisch, aber auch schön.

 

Sind wir wirklich im verregneten und kalten Schottland angekommen?

Oder doch eher auf irgendeiner sonnig warmen Insel?

Sonnenschein und strahlend blauer Himmel weckt uns auch diesen Morgen.  

 

Vor dem Frühstück möchten wir Braemar Castle anschauen,

das wirklich nur einen Fussweg entfernt liegt.

Idyllisch gelegen, aber kein Schmuckstück, trohnt es auf grüner Wiese vor Schaf- und Kuhherden.

So eine kleine Tour vor dem typisch schottischen Frühstück ist nicht zu übertrumpfen.

 

Nach dem Frühstück erklimmen wir auf Empfehlung der anderen Gäste den gegenüberliegenden Berg .

Es geht steil bergauf und scheint kein Ende zu nehmen.

Ein schmaler Pfad schlängelt sich den Gipfel hinauf und belohnt mit traumhaften Aussichten.

Oben angekommen haben wir einen kilometerweiten herrlichen Rundumblick.

Das genießen wir auch und verweile eine ganze Weile.

Zurück geht es über die andere Bergseite - deutlich länger, teilweise auch nicht ganz so steil

- auch hier mit eindrucksvollen Landschaftsbildern.

Vor dem B&B lassen wir den Abend gemütlich ausklingen. 

 

Ich drehe noch eine große Runde um ganz Braemar und sehe nette Stellen. Morgen zieht es uns weiter.

 

Wir verlassen die königliche Gegend und machen uns auf den Weg in die „Flow Country“

- wie die Schotten den einsamen Norden nennen. 

Unser Weg führt uns durch das höchst gelegene Dorf Tomintoul.

Man könnte meinen man landet auf einem hohen Aussichtspunkt, doch das erwartet einen nicht.

Tomintoul ist ein süßer kleiner Ort im Nationalpark in dem es sich gut verweilen lässt.

 

Auf Wunsch unseres Sohnes fahren wir zum Loch Ness, doch Beeindruckendes sehen wir nicht

- nur, wie wir, viele Touristen.

So gehts gleich weiter durch das Örtchen Beauly, welches seinen Namen nicht von den französischen Mönchen hat,

die dort lebten, sondern von Maria Stuart. Sie besuchte die Mönche und rief:

Qeul beau lieu (Was für ein schöner Ort)! 

 

Dunrobin Castle - unser nächster Stopp - das wohl schönste Herrenhaus im Norden.

Mit seinen blühenden Gärten steht es hoch am Meer.

Dort genießen wir zwischen Nordsee und Castle die Sonnenstunden. 

 

Nun noch das letzte Teilstück der heutigen langen Tour

- und wir erreichen am frühen Abend Altnaharra.

Die Wegstrecke von Lairg aus ist sehr natürlich und mehr als verlassen.

Kaum vorstellbar, dass hier draußen noch Menschen leben.

Doch Altnaharra mit seinen an einer Hand zählbaren Häuschen ist voll ausgebucht. 

 

Von Mandy - unsere B&B-Hausdame - erfahren wir so einiges über die Gegend.

So hat Altnaharra das beste Internet - was unseren mitreisenden Jugendlichen erfreut.

Hier oben gibt es keinen Eichhörnchen - was uns verwundert -

und man kann zu verschiedenen Jahreszeiten Nordlichter sehen.

Auch wenn es in den Sommermonaten kaum dunkel wird,

so gibt es doch sehr dunkle Zeiten in denen das möglich ist. 

 

 

Hier sehen wir dann auch das erste „frei“ lebende Rotwild,

es steht in Nachbars Garten und später auf dem hiesigen Spielplatz.

 

Schaffen wir heute unsere lange Tour im Norden. Sie ist recht weitläufig. 

 

Wir starten am frühen Vormittag Richtung Tongue an die Nordküste.

Der Blück auf den Kyle of Tongue ist überwältigend.

So beeindruckend zieht sich die Küstenstraße weiter am Loch Hope vorbei Richtung Durness.

Doch der Rispond Beach sollte auf keinen Fall ausgelassen werden.

Weitläufiger, weißer, fast einsamer Sandstand. Das Wasser traumhaft blau - und kalt.

Aber wen hält das auf? Mit den Füßen rein muss sein.

 

Der nächste Halt ist die Smoo Cave. Doch auch gutes Wetter kann seine negativen Seiten zeigen.

Aufgrund des tollen schottischen Sommers und des damit verbunden wenigen Regenfalls, gibt es keinen Wasserfall zu bestaunen.

Man kann sogar umsonst in die Grotte, da die Sehenswürdigkeiten ausbleiben.

So zieht es uns weiter an der Westküste entlang vorbei am Kyle of Durness mit seinem smaragdfarbenen Wasser.

 

Begleitet von Panoramen, die unbeschreiblich schön sind, fahren wir über Scourie nach Unapool,

wo wir gen Westen nach Drumbeg abbiegen. Wir sehen eine grüne, hügelige Landschaft entlang des Lochs auf dem Weg zur Westküste.

Hier sollen noch Menschen leben? Die Straßen sind kurvenreich und es geht hoch und runter.

Ab und an sieht man doch noch ein Haus und irgendwann auch mehr Zivilisation.

Diese Strecke bis Lochinver ist Pflicht. Aber sie braucht auch Zeit, weshalb wir ab Lochinver die 837 für den Rückweg nehmen.  

 

Gute Entscheidung, denn das Loch Assynt mit seiner Ruine Ardvreck Castle ist idylisch gelegen

und man kann sich so richtig die ausgetragenen Schlachten, die hier stattgefunden haben, vorstellen.

 

 

Die Tour heute war lange und hat viele, viele Eindrücke hinterlassen.

Wenn auch viele touristische Ecken dabei waren, auf der Strecke auch nicht nur Einsamkeit geherrscht hat,

so bleiben die Ausblicke in Erinnerung.

 

Süd-West-Verbindungen sind in dieser einsamen, wenig bevölkerten Gegenden sehr rar.

So fahren wir bis zur A835 die gleich Strecke wie gestern. Wir legen jedoch noch einen Stopp an den Falls of Shin ein

- haben jedoch Pech und sehen keine Lachse springen.

 

Auf der Stecke nach Ullapool sollen wir unbedingt einen Abzweig hinter Strathcanaird nehmen, so empfiehlt uns Mandy.

Der Abzweig ist nicht leicht zu erkennen - nach der „Powerstation“ noch den Berg etwas hoch,

dann kommt eine Einfahrt mit einem geschlossenen Gatter. Dies ist  nicht abgeschlossen und darf geöffnet und durchfahren werden.

Somit schrauben wir uns eine sehr schmale Straße zu den Lochs Beinn Deirg,

Dubh, Ob An Lochain, Na Maoile und Bad na H-Achlaise hoch.

Hier kann man schön laufen und die Aussicht genießen. 

 

Ullapool - ein wichtiges Fischerstädtchen im Norden - es spielte auch in der Land Clearance eine wichtige Rolle,

da von hier die Auswanderboot abfuhren - erreichen wir für eine Teepause.

Hier geht es sehr touristisch zu, was uns zur zügigen Weiterfahrt verleitet.

 

Am Loch Broom entlang kommen wir zum Parkplatz der Falls of Measach.

Auch dieser Wasserfall ist aufgrund der Wetterlage nicht stark, aber trotzdem sehenswert.

Die Schlucht hat es in sich - auf jeden Fall, wenn man auf der Brücke steht

(hoffentlich mit nur max 5 weiteren Personen).

 

In Gairloch wollen wir im „The Old Inn“ eine Pause einlegen.

Dort kehren wir ein und lassen es uns bei Pub-Essen (und Cider) gut gehen. 

 

Nun liegt nur noch ein kleiner Stopp auf dem Weg: die Victoria Falls

- benannt  nach der Queen Victoria. Doch hier sieht man stark den Wassermangel. 

 

 

Unserem Ziel Lochcarron - im B&B "Pathend" - kommen wir immer näher es geht aber noch über einige sehr schöne,

einsame Täler zwischen hohen Berggipfeln entlang.

 

Heute fahren wir die „verbotene“ Passstraße Bealach-na Bo (Rinderpfad) nach Applecross.

Die Strecke wurde als sehr abenteuerlich angepriesen, was sich vom Weg her nicht unbedingt bewahrheitet.

Sicher, es geht steil bergauf, die Straße ist schmal und das Tal tief.

Die Aussicht ist grandios - nach allen Seiten. Zumal wir ja immer  noch vom super tollen Wetter profitieren. 

 

In Applecross parken wir das Auto und laufen die Küsten südlich entlang.

Der Blick auf die Isle of Skye und die davor gelagerten Inseln ist sehr beeindruckend.   

Zurück in Applecross kehren wir ins Applecross Inn ein

(oder aus, denn wir sitzen selbstverständlich draußen bei Sonnenschein).

 

Nun „müssen“ wir die ganze Pass-Straße zurück, was unser Fahrer nicht übelnimmt :-) 

 

Nach einem Zwischenstopp im B&B und in Lochcarron fahren wir zum Eilean Donan Castle

- weltberühmt.. und somit stark besucht.

 

Selbstverständlich lassen wir den kleinen „Weiler“ Dornie nicht aus

und fahren dann noch auf den empfohlenen Aussichtspunkt hoch.

Die Aussicht ist sensationel, auch wenn das Castle nicht mehr sichtbar ist. 

 

Über Plockton - einem idyllischen gelegenen Küstenstädtchen - fahren wir zurück.

Auf dem  Weg kommen wir am Duncraig Castle vorbei.

Es soll „irgendwann“ mal wieder ein nobles B&B werden - schon jetzt zeigt es seine tolle Seite.

 

 

Heute Abend setzt nun endlich etwas Regen ein, doch lange währen soll es nicht...

 

Schottische Wetter begrüßt uns!      REGEN!

 

Somit drückt uns heute kein Schuh und wir frühstücken erst mal gemütlich.  

 

Auf unserer heutigen Tour und die damit verbunden Weiterfahrt

entdecken wir am Ortsende noch einen ganz alten Friedhof, der uns regelrecht fasziniert.

Das älteste Grab ist von 1817.

 

Dann gehts Richtung Isles of Skye. 

Unterwegs bekommen wir noch einen schönen Blick auf das

Loch Carron und das Strome Castle.  

 

Über die Brücke gehts auf die Insel - und es regnet weiter....

eigentlich steht der Abstecher nach Elgol auf unserem Plan,

aber das Wetter ist nicht so berauschend und die Aussicht somit auch. 

Wir entscheiden uns direkt zu "Foxwood on Skye" - unserem Domizil für die nächsten Tage - nach Ullinish zu fahren.

 

Dort ist es trocken - wir machen uns auf den Weg zur Oronsay Island.

Diese kann man nur bei Ebbe erreichen und wir haben Glück - der Weg ist frei. 

Hier erwartet uns ein toller Blick auf die Küste und den Sonnenschein bekommen wir inklusive.

 

 

Noch ein kleiner, kurzer Trip nach Dunvegan Castle und wir lassen den Abend ausklingen.

 

Bewölktes Wetter - aber kein Regen.

Wir wollen heute den Quiraing sehen und fahren über die westliche Route in den Norden der Insel.  

Die Landschaft dort ist sehr sehenswert, auch die Aussicht ist mehr als beeindruckend.

Wir laufen erst mal den Hang südlich hinauf. Es geht neben uns direkt die steilen Hänge hinab.

Oben angekommen ist es kein Problem die Füße einfach über dem Abgrund baumeln zu lassen,

doch das vermeiden wir tunlichst. Auch etwas weiter hinten lässt sich ein Plätzchen finden.

 

Den nördlichen Weg Richtung Needle laufen wir anschließend. Hier gibt es immer mal wieder rutschige Stellen.

Der Untergrund ist extrem trocken, so fehlt allem etwas der Halt.

Aber die Felsformationen, die sich über Jahrhunderte gebildet haben, sind atemberaubend. 

 

Richtung Portree möchten wir uns die Kilt Rock Wasserfälle sehen, aber da gibt es nicht viel zu sehen.

Die Trockenheit zieht sich durchs ganze Land.

 

Dafür bekommen wir den Old Man of Storr zu sehen - und mit ihm die Touristenscharen,

wie auch schon am Quiaraing. Wir nutzen nur einen kurzen Fotostopp - auch die Sicht nach Schottland/Mainland

und den Applecross ist bei herrlichem Sonnenschein sehr toll.  

 

 

 

Unsere Schönwetterzeit ist wohl vorbei.

Trotzdem geht es heute zu den Fairy Pools - noch ist es trocken. 

 

Was uns dort wohl erwartet - Massen...

Wir möchten heute die Runde laut Karte laufen. Die anderen Touristen strömen mit uns den Weg der Fairy Pools entlang.

Wasserfälle, kleine „Pools“ mit glasklarem Wasser begleiten unseren Weg.

Vor uns wären die Cuillin-Hills zu sehen, sofern diese nicht komplett in den Wolken versteckt wären.

Am Ende der Pools wird man auf die weitere Wegstrecke hingewiesen und die meisten drehen hier um.

Wir laufen mit wenigen Wanderern vor und hinter uns weiter.

Der Weg ist aufgrund des Baches neben uns klar ersichtlich. Auch weiterhin gibt es schöne Stellen zu sehen.

 

Irgendwann geht es links ab - jemand hat einen Steinmännchen aufgebaut - sehr hilfreich.

Doch dann ist der Weg matschig, nass, oft mal kaum ersichtlich. Katrina - unsere aktuelle Gastgeberin - meint sogar,

dass dies wahrscheinlich gar kein Weg ist, sondern von Schafen gelaufene Strecken.

So fühlt es sich an, denn in dem immer dichter werdenden Wolken sieht man weder vorne noch hinten viel.

Der Abstand zu den andern sollte gut überlegt sein. Immer wieder kommen Stellen an denen man sich nicht sicher ist,

ob es weiter geht. Die Orientierung bei dem Wetter ist dahin. 

 

Aber immer weiter... nicht abbiegen.. und dann kommen wir an eine Stelle, die wirklich gar keinen Weg mehr auftut.

Grübelnd umblicken wir die in Wolken gehüllte Landschaft. Nichts!

Wir gehen ein kleine Stück weiter und hören Wasser. Die Karte zeigte an, dass wir wieder einen Bach überqueren müssen

und somit beruhigt uns das Rauschen - Wasser heißt dann hoffentlich Bach und Weg.

Wir hören Stimmen, andere sind auch noch da und wir finden den Weg hinab ins Tal zurück zu den Fairy Pools.

Dieser Weg ist auch eindeutig ersichtlich.

Es ist eine schöne Runde, die man trotz der vielen Fotostopps in 3 Stunden schafft.

 

Doch nun sind wir durchfeuchtet vom vielen Nieselregen.

 

Wir fahren zum B&B zurück und kehren zum frühen Abendessen ins Bog Myrtl  in Struan ein - Cafe und Buchshop in einem. Sehr schön.

 

 

Somit ist der Tag gelaufen und wir widmen uns Lesen und Entspannen.

 

Wie schnell die Zeit vergeht, wieder ziehen wir weiter,

jedoch mit vielen neuen Eindrücken und neuen Erinnerungen. 

 

Wir wollten die Fähre in Armadale nach Mallaig nehmen. Unser Gastgeber David hat uns informiert,

dass wir unbedingt reservieren sollen und mindestens eine halbe Stunde vorher da sein sollten.

 

... er hat eine Alternative: die Fähre in Glenachulish:

 

"Travel to Skye on the "Glenachulish", the last manually operated turntable ferry in Scotland"

http://skyeferry.co.uk

 

Allein die Fahrt dahin ist schon ein Erlebnis. Wenn es auch sehr bewölktes Wetter hat,

so fahren wir ziemlich den Berg hinauf - eine kleine Passtraße und irgendwann tut sich vor uns das Meer auf. 

 

Es muss auf der Fähre wenig los sein, denn es kommen uns kaum Autos entgegen.

So schauen wir auch erst mal zu wie ein Auto  übergesetzt wird -

tatsächlich drehen die „Bootsmänner“ die Fähre von Hand.

Zwei Hunde begleiten das Ganze - einfach idyllisch

 

Auf der anderen Seite erwartet uns wieder eine einsame Strecke und

vorher ein menschenleerer langer Sandstrand.

 

Über Invergarry geht es nach Fort William. Dort möchten wir zu den Neptune ´s Starcase -

doch nirgends gibt es eine Ausschilderung. Meine Informationsquelle führt uns in ein Wohngebiet - das kann es nicht sein.

Wir suchen den nächsten Fluss und das ist gerade mal ein paar Meter entfernt.

Dort steht dann auch das Hinweisschild.

 

Neptunes Staircase: hier gleichen 8 Schleusen einen 20 m Höhenunterschied

zwischen dem Kaledonischen Kanal und dem Loch Linnhe aus. 

Es ist wenig los und man sieht nichts - doch der  Schleusenwärter informiert uns, ein Schiff sei auf dem Weg.

Hinter den Bäumen kann man schon den Mast erkennen.

1 1/2 Stunden dauert es bis ein Schiff die Schleusen hinter sich gebracht hat. Und wir sehen es uns an. 

Die Schiffreisenden zelebrieren die Durchfahrt regelrecht und Blasmusik - natürlich live - 

begleitet jede Fahrt in die nächste Schleuse.

Der krönende Abschluss: eine Auto- und Eisenbahnbrücke kreuzen den  Fluss.

Diese werden „einfach“ weggedreht.

 

Jetzt checken wir erst mal ein und fahren noch zum Glenfinnan mit dem sehenswerten Eisenbahnviadukt.

 

Wir müssen verschiedene Wege gehen, um endlich die sehenswerte Aussicht zu erhalten -

und wie durch Zufall den "Harry-Potter-Zug" vorbeifahren zu sehen.

 

Wir fahren heute bis ans Ende des Glen Nevis und wandern zum Wasserfall Steall.  

 

Der Weg dorthin ist steinig und vorsichtig zu begehen, doch dann tut sich ein Tal auf

und in  der Ferne sieht man den großen Wasserfall. 

 

Es gibt eine Stahlseilbrücke über die man sich hangeln kann, um dem Wasserfall ganz nahe zu kommen.

Wir nehmen diesen Weg, es ist sehr abenteuerlich - zumal wir auch wieder zurück müssen.

Weiter das Tal hinein, hier bleiben viele „Schaulustigen“ aus.

Dort hinten erfreut uns Sonnenschein und weiter oben ein viel schönerer Wasserfall.

Wir erklimmen den Berg, um diesen genauer anzusehen. 

 

Zurück in Fort William trennen sich unsere Wege und ich schaue mir den Ort an.

Gleich zu Beginn entdecke ich wieder einen alten Friedhof.

Dessen Durchgangstor war früher ein wichtiges Tor zur Innenstadt. Heute liegen dahinter alte Gräber.

Die Innenstadt ist nett, aber das war es dann auch schon. 

 

Ich gehe zurück Richtung Old Inverlochy Castle. Auf dem Weg kreuze ich einen weiteren alten Friedhof. 

Old Inverlochy Castle diente früher als Verteidung von Glen Nevis -

auf der anderen Seite - Richtung Loch Ness - übernahm Urqhart Castle diese Rolle.

 

Am Abend laufen wir noch eine ganz große Runde um Fort William -

erst über den Hügel oberhalb unserer Unterkunft, dann runter bis zum Hafen.

Auch hier finden sich Bausünden, wie in vielen anderen Städten. 

 

Sehenswert ist diese Stadt nicht - zu touristisch und mit wenig Flair.

 

Die letzte Weiterreise. Wir fahren Richtung Glen Coe.

Auf dem Weg machen wir Stopp, um den Blick ins Loch Linnhe zu genießen.

 

Der Weg durch Glen Coe ist sehr wolkenverhangen und wunschgemäß soll es noch ins Glen Etive gehen.

Dort wurde eine Scene von James Bond gedreht - das Bild muss nachgestellt werden.

So zweigen wir im Weg durch das Tal ab zum Loch Etive,

dessen Strecke sich fast 20 km in ein weitere Tal zieht.

Am Ende belohnt uns eine ruhige Landschaft bei Sonnenschein.

 

Weiter geht es nach Killin mit seinem schönen Fall of Dochart wo wir eine längere Pause machen.

 

Weiter führt die Strecke durch Callander - allein beim Durchfahren eine schöne kleine Stadt.

Die Highlands haben wir hinter uns gelassen und die Landschaft wird recht lieblich.

Mit etwas Mühe finden wir unser wunderschön auf einem riesigen Grundstück gelegene Unterkunft "Malling West".

Wenn auch an der Straße, so doch toll und wir werden sehr gastfreundlich von Morag und Phil empfangen.

 

Heute Abend gibt es einen nächsten Filmstopp: Doune Castle - Monty Python. 

  

Am Lake of Menteith - einer der wenigen Lakes in Schottland (angeblich hat ein niederländischer Kartograf dies falsch erfasst) -

machen wir einen Abendpicknickstopp bevor der sonnige Tag zu Ende geht.

 

Loch Lomond wir kommen.

Wir fahren nach Balmaha und begeben uns auf den Aufstieg zum Conik Hill auf 361 m.

Es geht ganz schön hoch und dort wird man erwartet von einer wundervolle Aussicht auf das ganze Loch.

Doch auch hier geht es recht touristisch zu, so dass wir uns gegen einen Weiterfahrt ums Loch entscheiden.

 

Wir fahren zurück Richtung Aberfoyle, wo wir ins Forth Inn einkehren.

Die Männer probieren Sticky Toffee Pudding - ein sehr süßes schottisches Dessert.

Weiter Richtung Loch Kathrin kommen wir am Forest Drive vorbei und uns kurzerhand für diese Route entscheiden

- eine schöne Tour mit Sicht auf 3 Lochs bekommen.

 

Am Abend sind wir zum Essen im Lake Hotel in Port of Menteith.

Es liegt idyllisch am See - mit Seeblick. Wir lassen hier unseren letzten Abend ausklingen.

Das Ende unserer Reise naht, leider.

Wir brechen heute in Port of Menteith auf und verlassen eine schöne Ecke Schottlands.

 

Edinburgh steht heute auf dem Plan.

Kurzfristig haben wir entschieden den letzten Tag dort zu verbringen.

Wir parken nahe Holyrood Park und laufen den Weg unterhalb der Klippen.

Es ist sonniges Wetter und selbst Arthur´s Seat ist gänzlich überfüllt, wie man von unten sehen kann.

Wie viele Streichhölzer sehen die Mutigen, die Arthur´s Seat erklommen haben, aus.

 

Doch auch die ganze Stadt ist überfüllt. Über Holyrood Palace laufen wir auf den Carlton Hill

und genießen die Aussicht auf die Stadt. 

Am Grasmarket setzen wir uns zum Essen in ein kleines Restaurant

und lassen die Atmosphäre der Stadt auf uns wirken.

 

Wir möchten zum Abschluss nochmal die 3 Brücken sehen, doch das Wetter schlägt um und es regnet.

Mit diesem Wetter verlassen wir Schottland, lange genug hatten wir das das Glück Schottland ohne Regen erleben zu dürfen.

Nun begeben wir uns auf die Heimreise.